Die Geschichte der Familie Koechling geht zurück bis ins Jahr 1469.
 

Wappen der Familie Koechling, 1469.



Die wohl markantesten Merkmale des Wappens, das Kochgeschirr und das Schaf, kommen auch in der Chronik der Familie zum Vorschein.

...Ein in Herr aus Padberg brachte gegen Ende des 15. Jahrhunderts von seinen Reisen einen armen Knaben aus Italien mit. Er hieß Christoforo, war klein von Gestalt und wurde, weil er von dem Grafen von Padberg als Koch in der Burgküche angestellt wurde, gewöhnlich wegen seiner kleinen Statur Coechlin (=Köchlein) genannt.Er ist der Stammvater eines jetzt durch ganz Westfalen verbreiteten Geschlechtes, das von ihm auch die Bezeichnung seines Gewerbes als Familienname erhielt. Seine Nachkommen hießen im Anfang des 17. Jahrhunderts Koechlein, woraus später Köchling geworden ist. ...

Christoforo Köchling baute 1566 auf einem ihm von dem Grafen in Padberg überlassenen Gute zu Bontkirchen das Familienhaus, welches im Jahre 14.5. 1926 abbrannte. Christoforo starb 1573 und sein Sohn 1580. Dessen ältester Sohn  Konrad, gennant Kordt, übernahm das das väterliche Erbe, welches nach ihm noch heute "Koers Haus" genannt wird.

Mitte des 18. Jahrhunderts begann Philip Konrad Köchling mit dem Vermögen welches er von seinem Vater erbte, Spekulationen in Eisenhüttenbetrieb und im Schafhandel. Nach dem Ende des Schafhandels lebte die Familie vom Ackerbau. ...

Nach dem Tode seines Bruders Christoph mußte Philip Köchling (*1807) sein Studium aufgeben (er wollte Priester werden), um das Erbe zu übernehmen. Aus der 2. Ehe Philip Köchlings mit Maria Katharina aus Bontkirchen gingen 7 Töchter und ein Sohn hervor. Der einzige Sohn verzichtete auf das Erbe und zog nach Dortmund. So mußte eine Tochter das Erbe übernehmen, und daher starb der Name Köchling in Bontkirchen aus. In das Koers'sche Stammhaus heiratete dann die 3. Tochter Auguste, die einen Johann Lange (aus Schmittecke) ehelichte.Sie starb jedoch im ersten Wochenbett. Da ihre jüngeren Halbgeschwister in Koers Hause nun keine Blutsverwandten hatten, hat die nunmehr verwitwete Elisabeth aus Liebe zu ihren Halbgeschwistern den Johann Lange, Witwer ihrer Halbschwester Auguste, geheiratet. Aus dieser Ehe ging Johann Lange (*1878, +1958) hervor, der sich mit Elisabeth Hüpping aus Brilon verheiratete. Johann und Elisabeth hatten 12 Kinder, Maria, Auguste, Johannes, Hubert, Theresia, Hildegard, Anna, Luzia, Josef, Elisabeth, Willi und Johanna. Johannes Lange übernahm später das Erbe. Aus seiner Ehe mit Klara stammen Klara, Elisabeth und Johannes, die noch heute in Bontkirchen wohnen. Johannes, der jüngste der drei Geschwister, wohnt nun in dem Haus welches sein Großvater Johann Lange nach dem Brand 1926 erbaute.